Wann man von einer Impfung absehen sollte

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Ein Impfstoff kann für bestimmte Personen kontraindiziert sein, d. h. sie sollten ihn nicht erhalten. Bevor man einen Impfstoff erhält, sollten mögliche Gegenanzeigen mit dem behandelnden medizinischen Fachpersonal besprochen werden.

Bei Personen, die gegen einen der in der Produktinformation angegebenen Wirkstoffe oder weitere Inhaltsstoffe allergisch sind, ist der Impfstoff kontraindiziert.

Bei einer Vorgeschichte von „anaphylaktischen“ oder anderen schweren allergischen Reaktionen nach einer Impfung sind weitere Dosen des betreffenden Impfstoffs kontraindiziert. Bei Anaphylaxie handelt es sich um seltene, schnelle und heftige allergische Reaktionen, die Kreislaufversagen, Schwellungen und Atemnot verursachen können. Diese Reaktionen treten in der Regeln innerhalb von wenigen Minuten nach Exposition gegenüber dem Auslöser der Allergie auf. Personen, die nach einer Impfung eine anaphylaktische oder andere schwere allergische Reaktion erleiden, sollten den betreffenden Impfstoff nicht wieder erhalten, sofern er nicht definitiv als Ursache ausgeschlossen werden kann.

Bestimmte Erkrankungen des Immunsystems (z. B. angeborene Immunschwäche) oder medizinische Therapien (z. B. Chemotherapie, Knochenmark- oder andere Transplantation, hohe Steroid-Dosen) sind Kontraindikationen für manche Impfstoffe wie z. B. solche gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken oder orale Typhusimpfstoffe.

In manchen Fällen wird vor Einleitung einer Behandlung die vollständige Durchführung der erforderlichen Immunisierungen empfohlen, da das Infektionsrisiko während der Behandlung möglicherweise erhöht ist. Patienten, deren Immunität herabgesetzt ist, profitieren außerdem davon, wenn alle Personen in ihrem Umfeld (Familienmitglieder, Pflegepersonal) über einen vollständigen Impfschutz verfügen, weil auch sie dadurch indirekt geschützt werden.

Während der Schwangerschaft sind einige Impfstoffe wie Masern-, Mumps- und Rötelnimpfungen kontraindiziert. Es sollten alle nötigen Maßnahmen ergriffen werden, um sicherzustellen, dass Mädchen alle empfohlenen Impfungen erhalten, bevor sie das gebärfähige Alter erreichen. Frauen im gebärfähigen Alter sollten mit dem behandelnden medizinischen Fachpersonal besprechen, welche Impfungen vor, während und nach einer Schwangerschaft empfohlen werden.

Für bestimmte Impfstoffe bestehen möglicherweise weitere Gegenanzeigen, die mit dem medizinischen Fachpersonal zu erörtern sind.

Impfpläne in der EU/im EWR

Jeder EU-/EWR-Staat ist für seine eigene Gesundheitspolitik zuständig...

Obligatorische oder empfohlene Impfung

Jedes EU-/EWR-Land führt sein eigenes Impfprogramm durch.

Nachhol- und Auffrischimpfung

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Page last updated 13 März 2020