Humane Papillomviren (HPV)

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Was sind HPV?

Eine HPV-Infektion ist eine Virus-Infektion, die hauptsächlich durch direkten Kontakt mit einer infizierten. Person sexuell übertragen wird. Es handelt sich um die weltweit häufigste sexuell übertragbare Infektion.

Es gibt mehr als 100 Typen des HP-Virus. Rund 40 dieser Virentypen können die Geschlechtsorgane infizieren. Mindestens 14 HPV-Typen sind als „Hochrisiko“-Typen eingestuft und können Krebs, wie etwa Gebärmutterhalskrebs bei Frauen, verursachen. Gebärmutterhalskrebs ist bei Frauen zwischen 15 und 44 Jahren in Europa nach Brustkrebs die zweithäufigste Krebsart. Die „Hochrisiko“-Typen des HPV können außerdem Anal- und Genitalkrebs und einige Krebsarten des Kopfes und des Halses bei Frauen und Männern verursachen. Die „Niedrigrisiko“-Typen des HPV können zu Genital- und Analwarzen führen.

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Welche Symptome zeigen sich bei einer HPV-Infektion?

Zumeist verschwindet eine HPV-Infektion von allein ohne offensichtliche Symptome oder Probleme. Manchmal jedoch kann eine HPV-Infektion fortbestehen und nach einigen Jahren einige der unten genannten Komplikationen hervorrufen.

Welche Komplikationen kann es mit HPV geben?

Verschwindet eine HPV-Infektion nicht von allein, kann sie nachstehende Folgen haben:

  • Gebärmutterhalskrebs oder andere Krebsarten (z. B. Vulvakarzinom, Vaginalkrebs, Analkrebs, Peniskarzinom sowie einige Krebsarten des Kopfes und des Halses)
  • Genital- und Analwarzen

 

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Wie verbreitet sich HPV?

HPV wird durch direkten Kontakt, meist sexuellem Kontakt, mit einer Person, die den Virus trägt, übertragen.

Bei wem besteht ein HPV-Risiko?

Bei jedem sexuell aktiven Menschen besteht die Gefahr, sich mit dem HPV anzustecken.

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Wie kann HPV vorgebeugt werden?

Eine Impfung von Mädchen und Jungen gegen HPV kann HPV-Infektionen und damit HPV-assoziierten Erkrankungen bei beiden Geschlechtern, u. a. Genital- und Analwarzen, Gebärmutterhalskrebs und anderen durch HPV hervorgerufenen Krebsarten, vorbeugen. Die HPV-Routine-Impfung gemäß dem nationalen Impfprogramm findet in der Regel im Alter zwischen 9 und 14 Jahren statt.

Die Verwendung von Kondomen ist zur Vorbeugung einer Übertragung des Virus nicht zu 100 % wirksam, denn HPV kann gelegentlich vom Kondom nicht geschützte Umgebungshautpartien infizieren.

Wie wird HPV behandelt?

Es ist keine Behandlung des Virus selbst möglich, jedoch können die durch den HP-Virus hervorgerufenen Probleme auf unterschiedliche Art und Weise behandelt werden. Genitalwarzen können mit Arzneimitteln oder durch einen operativen Eingriff behandelt werden. Über die jeweiligen Behandlungsoptionen sollte mit einem Gesundheitsdienstleister beraten werden.

Gebärmutterhalskrebs und ein als „präkanzerös“ beschriebener Gebärmutterhals kann durch die Gebärmutterhalskrebsvorsorge frühzeitig erkannt und behandelt werden. Solche Früherkennungsprogramme stehen Frauen gemäß den nationalen Empfehlungen zur Verfügung. Andere HPV-assoziierte Krebsarten sind ebenfalls besser behandelbar, wenn sie frühzeitig diagnostiziert und behandelt werden, für sie stehen jedoch keine spezifischen Vorsorgeprogramme zur Verfügung.

Mehr Informationen erhalten Sie auf der ECDC-Website: https://www.ecdc.europa.eu/en/human-papillomavirus/factsheet

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Referenz:

(1) GLOBOCAN - Internationale Agentur für Krebsforschung – IARC: https://gco.iarc.fr/today/home

Hinweis: Die in diesem Informationsblatt enthaltenen Informationen sind zur allgemeinen Information bestimmt und sollten nicht als Ersatz für die Einzelbeurteilung durch einen Angehörigen eines Gesundheitsberufs verwendet werden.

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